Qualität statt Quantität

Maria-Massagen - sympathische Zuflucht für erotische Abenteuer.

Maria-Massagen ist eine kleine Zuflucht für gestresste Berliner Männer und Geschäftsleute aus aller Welt. Und zwar eine, in der erotische Träume wahr werden.

Mitte – „Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum!“ steht an einer Wand in einem der drei Zimmer, die ansonsten jeweils mit einem Bett, Spiegeln und einem Waschbecken ausgestattet sind. Hier ist eine dieser netten Zufluchten, die Berlin für die Männerwelt parat hat. Hier können sich Geschäftsmänner eine Auszeit vom hektischen Arbeitsalltag nehmen, Ehemänner sich das holen, was sie zuhause nicht unbedingt bekommen und Singles sexuelle Entspannung erfahren - bei Maria-Massagen in der Torstraße 99. Maria selber sitzt in der Küche ihres Etablissements und wirkt rundum zufrieden: „Wir sind klein, aber fein. Und das sage nicht nur ich, sondern eben auch unsere Kunden.“



Qualifiziert und erfahren - Maria weiß, was den Männern gefällt

13 Jahre arbeitete Maria als Masseurin in verschiedenen Berliner Salons, ehe sie am 1. Mai 2012 ihr eigenes Geschäft eröffnete. Geplant war das nicht wirklich. Eine Bekannte von ihr führte damals zwei Etablissements und bot ihr an, das in der Torstraße zu übernehmen. „Zwei Tage lang habe ich hin und her überlegt und mir dann gesagt: Jetzt oder nie!“ Zunächst hatte sie zwei Arbeitszimmer und ein Gästezimmer, wo die Kunden die gelegentliche Wartezeit überbrücken konnten. Aber es lief sehr bald rund bei Maria-Massagen und so bestückte sie das Gästezimmer ebenfalls mit einem Bett. Ein bisschen renovieren musste sie die Wohnung schon. Im Bad tauschte sie den alten Duschvorhang gegen eine schicke Glastür („Das war mir ja richtig peinlich“) aus, die Wände erhielten einen neuen Anstrich und rund um die Betten ließ Maria Spiegel montieren. „Das wirkte vorher einfach zu kalt“, sagt sie. Die drei Zimmer sind heute jedenfalls hübsch dekoriert und gemütlich, Man(n) fühlt sich sofort wohl.

Ihre Ausbildung erhielt Maria als Kosmetikerin. Danach wollte sie durchaus auch als solche arbeiten, allerdings stellte sie das damals gängige Gehalt alles andere als zufrieden. In der Lehre lernte sie auch die Massage im herkömmlichen Sinn. „Weil ich allgemein gerne mit dem Körper arbeite, habe ich dann als Masseurin für erotische Massagen angefangen“, erinnert sie sich. Bereut hat sie diesen Schritt nie. „Ich liebe meinen Job, bin wirklich mit Leib und Seele dabei.“ Und bis heute profitiert sie von ihrer Qualifikation als klassische Masseurin: Wer bei ihr eine Behandlung ohne Höhepunkt wünscht, bekommt sie auch. Ihr Wissen und Können überträgt Maria natürlich auch auf ihre Mitarbeiterinnen.



Geschäftsleute buchen gleich vom Flughafen aus

Ein geschickter Schachzug war es, ihren Salon nach sich selbst zu benennen. In den Jahren als Masseurin hatte sich Maria einen guten Namen gemacht und viele Stammgäste gewonnen. Und die folgten ihr nur allzu gerne, als sie sich selbstständig machte. „Ich wäre da von alleine nicht draufgekommen, ein Kunde von mir hatte mir den Tipp gegeben – und er hat Recht behalten“, sagt Maria.

Es sind aber nicht nur die zufriedenen Männer von damals, die jetzt bei ihr ein erotisches Erlebnis der Sonderklasse suchen. „Viele Geschäftsleute kommen zu uns, seit wir eröffnet haben. Manche rufen uns schon vom Flughafen an und wollen einen Termin vereinbaren“, sagt Maria. Werbung wie ihr Inserat bei BERLINintim oder das Schild „Maria-Massagen“ vor der großen Eingangstüre in der Torstraße waren der positiven Entwicklung natürlich förderlich. „Aber ganz wichtig ist für uns die Mundpropaganda.“ Viele Gäste hätten von Bekannten oder Freunden eine Empfehlung für den Besuch bei ihr bekommen.

Maria hat ihr Business sowieso eher auf Stammkundschaft und Terminvereinbarung ausgelegt. Deshalb ist ihr die Qualität ihrer Dienstleistung so wichtig: Die Männer sollen wiederkommen. Und so gekonnt, wie sie selber Hand anlegt, verlangt sie es auch von ihren Angestellten. „Das ist richtig Arbeit“, sagt sie. „Und es ist nicht immer leicht, gute Mädchen zu finden. Die meisten rennen von einem Salon in den nächsten, um nach ihren Kunden zu suchen. Dabei müssen die Kunden sie suchen.“ Ihr Ziel sei es, in naher Zukunft nicht mehr selber arbeiten zu müssen. Im Moment liegt das nicht so nahe wie gewünscht, eine ihrer Masseurinnen beginnt demnächst mit einer Ausbildung, eine weitere hört möglicherweise aus privaten Gründen auf. Maria ist also gerade auf der Suche nach neuem, fleißigem und freundlichem Personal. „Ich kann ja erst aufhören, wenn das Team perfekt ist“, sagt sie.



7:1 gegen Brasilien - da kamen nicht nur Jogis Buben oft zum Schuss...

Bis es soweit ist, verwöhnt die attraktive Chefin die Herren der Schöpfung eifrig mit. Immer wieder lässt sie sich dabei für ihre Klientel etwas einfallen – als kleines „Dankeschön“, wie sie sagt. In der Adventszeit zum Beispiel durfte sich jeder Besucher über ein Gläschen Sekt und einen Gutschein für die nächste Massage freuen. Zur Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer gab es für jeden Treffer der deutschen Nationalmannschaft pro Tor fünf Euro Rabatt. „Und dann gewinnt Deutschland gegen Brasilien mit 7:1!“, ruft Maria plötzlich und wirft die Hände über den Kopf. Ob sie beim Jogi Löw und seinen Kickern angerufen und nach Schadenersatz verlangt habe? Maria lacht laut. „Nein, nein. Im Gegenteil. Die Aktion war richtig gute Werbung für uns. Alle hatten einen Riesenspaß.“

Auch ohne Extras kann der Besuch bei Maria auf Wunsch außergewöhnlich sein. Ihre Luxusmassagen haben es etwa in sich. „Nuru-Gel-Massagen und Hot-Chocolate-Massagen machen andere natürlich auch“, gibt sie zu. „Nicht aber unsere exotische Lingam-Massage.“ Warmes Wachs einer Massage-Kerze sorgt dabei für besonders intensive Gefühle. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehen Maria und ihre Mädels auch gerne auf die Phantasien ihrer Gäste ein. „Und Männer haben eine sehr rege Phantasie, das kannst Du mir glauben“, sagt Maria. Wer jetzt Lust bekommen hat, seine Phantasie oder seinen Traum auszuleben, ist herzlich eingeladen, das bei ihr zu tun. Eben ganz so, wie es an der Wand in einem der Zimmer geschrieben steht.



Matthias Vogel